Karlsruhe 1989

ZKM Karlsruhe

Im vorgechlagenen Projekt erhält der gesellschaftliche Raum einen Ort experimenteller Gegenüberstellung von dreidimensionaler Gegenständlichkeit und zweidimensionaler Projektion. Konzeptioneller Schwerpunkt der Institution ist es, Berührungspunkte zwischen vertrauten und neuen, kulturbestimmenden Prozessen herzustellen. Ort solcher Experimente ist ein würfelförmiger, multifunktionler Raum von 30m Seitenlänge, der sich mittels eines großdimensionierten Rolltores an seiner Oststeite zur Stadtlandschaft Karlsruhe hin öffnet. An den fünf verbleibenden Seiten dieses inszenierbaren Raumes sind die übrigen Einrichtungen des Zentrums angeordnet, die dem zentral liegenden Bereich zu Inhalt und Leben verhelfen.

Die äußere Erscheinung wechselt, den vielfältigen Inhalten des Bauwerkes entsprechend, zwischen kubischer Blockhaftigkeit und transparenter Tiefe und Differenziertheit. Es ist Teil der Konzeption, daß das kubische Gebäude schwer erfaßbar bleibt und die Tendenz hat, sich dem Einschätzungsvermögen seiner Betrachter zu entziehen.

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