Ohne Frage bestimmt der Breitscheidplatz heute atmosphärisch das Zentrum der westlichen Stadt Berlin. Die Kantstraße endet an diesem Platz und verbindet ihn mit dem Planungsgebiet. Aus dieser vorgegebenen Situation ergibt sich der Vorschlag, Breitscheidplatz und Kantdreieck in Beziehung zu setzen. Beziehung, die auf Gegensätzlichkeit beruht und schließlich Zweipoligkeit produziert. Dem zentralen Pol mit dem Thema Vergangeheit wird ein zweiter Schwerpunkt ergänzend gegenüber gestellt. Die Atmosphäre dieses Bereiches ist von Dynamik und Offensivität bestimmt.
Dynamik und Offensivität enstehen aus einer Konstellation stadträumlicher Requisiten, die scheinbar zufällig auf der Fläche des Kantdreiecks plaziert sind.Die formale und funktionelle Differenziertheit der 3 Requisiten <Stab, Hotelturm, Pavillon zum Souterrain> und ihre Anordnung macht den Ort zur stadträumlichen Besonderheit, bei deren Betrachtung Gedanken an vitale Erneuerung aufkommen. Es entsteht urbane Kollage, die sich in der Umgebung mit ihren unterschiedlichen architektonischen Situationen fortsetzt oder umkehrt, Kollage, die sich schwerpunktbildend aus der Atmosphäre des Umfeldes herleitet.