Das vorgegebene Bauwerk in München, Leopoldstraße 87 wird total ausgehöhlt, so dass nur mehr die äussere Hülle bestehen bleibt. Vor dieser Massnahme wird die Konstruktion der äusseren Mauern und des Dachstuhles so verstärkt, dass die Standsicherheit bestehen bleibt. Bis auf die beiden Eingangssituationen unterhalb der Erker werden sämtliche Fenster und Türen zugemauert. Das Gebäude präsentiert sich nach allen Seiten hin mit Scheinfassaden. Die weitgehend bestehende Symmetrie des Bauwerkes wird durch Farbgebung aufgehoben. Von der Leopoldstrasse aus gesehen erscheint der linke Teil weiss mit schwarzen Fenstern und Türen, während der rechte Teil schwarz ist und mit weißen Öffnungen versehen ist.
Es entsteht eine positiv-negativ Beziehung zwischen den Gebäudeteilen, die sich auch im Inneren fortsetzt. Der schwarzweisse Innenraum wird durch eine zentrale Rampen-Lift-Konstruktion erschlossen. Von hier aus lässt sich das im Raum schwebende gute und schlechte Design beobachten.
Den Eindruck des Schwebens erlangen die präsentierte Objekte durch eine räumlich angeordnete Seilstruktur, an der sie installiert werden. Durch künstliche Lichtpunkte in der Seilstruktur wird der hell-dunkle Raum und die darin schwebenden gut und schlecht gestalteten Produkte optisch erfassbar. Es entsteht der Eindruck eines thematisch definierten, in sich geschlossenen, von der Aussenwelt unabhängigen Bereiches, der sich im Laufe der Zeit verändert und so den Entwicklungprozess Design in seiner zeitbezogenen Aktualität erfassbar macht.