Kassel, 1977

Rahmenbau

Von einer Freitreppe gelangt der Betrachter auf einen Stahlsteg, der ihn auf einen 13 x 13m großen Rahmen aus Stahlgitter zuführt. Optisch grenzt der Rahmen einen bestimmten Ausschnitt der dahinterliegenden Landschaft ab, es entsteht das detailgerechte Abbild einer Realität, die vorher scheinbar nicht existiert. Der Steg führt weiter am Rahmen vorbei auf eine auskragende Stange zu, an deren Ende, ähnlich einem Visier, die stark verkleinerte Version des Rahmen hängt. Der Blick des Betrachtes ist neuerlich und noch mehr eingegrenzt. Er ist auf den x-ten Detailbereich einer Landschaft gerichtet, die sichtbar ist aber nicht wahrgenommen wird. Die Kaldenderbauten von Jaipur dienten zur Beobachtung der Gestirne. <Rahmen-Bauten> sind Architektur zur Wahrnehmung und Ergänzung irdischer Umwelt.

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