Düsseldorf, 1976

Schubladenhaus

Der Großteil der Häuser dieser Straße ist um die Jahrhundertwende entstanden. Ihre Fassaden haben eine enge Beziehung zum gegenüberliegenden Hofgarten. Erker, Balkone, Loggien, Vor-und Rücksprünge bilden die architektonische Entsprechnung zur Laubwand des Parks. Die Beziehung zwischen Bauwerk und Park ist auch das Thema des 8 m breiten Neubaus auf dem Grundstück Nummer 32.
Die stützenlos zwischen den Brandmauern eingespannten Geschoßdecken ergeben zum Park hin eine optisch kaum unterbrochene Fensterfläche von 7 m Länge und 2,40 m Höhe. Dies entspricht etwa dem Steitenverhältnis einer Cinemascope-Leinwand. Aud dieser Fensterfläche bildet sich nachmittags die grüne Wand des Parks besonders plastisch ab. Von außen gleicht das Haus mit seiner eloxierten Aluminiumfassade einer matt lackierten Kommode, bei welcher vier von fünf Schubladen geöffnet sind. Sie bilden Balkone, durch die sich die hinter der Fassade liegenden Wohnflächen funktionell zum Park öffnen.

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