dokumenta 5, Kassel 1972

Es werden 2 Objekte vorgeschlagen von denen die "Oase Nr.7" (siehe links) realisiert wird.

"Big Piano" wird mangels Budget nicht realisiert.


Dokumenta 5

Oase Nr. 7, 1972: Als Notausgang konzipiert, der aus dem Gebäueinneren in eine andere Situation führt, beschreibt das Objekt die Sehnsucht der Städter nach der fernen Idylle, die in Form von 2 Künstlichen Palmen und einer dazwischen aufgespannten Hängematte in einer luftgetragenen Kugel vor der Fassade des Friedrizianums schwebt. Ein synthetisches Reservat, daß die Flucht aus der Normalität scheinbar möglich macht. In der Idylle angekommen umfängt den Besucher durch die transparente Kugelhülle sichtbar erneut städtischer Alltag.


Big piano
Musikinstrument für 300 Personen
Ein Gerüst aus Stahlrohren erreicht eine Höhe von ca. 20 Metern. Der oberste Punkt wird über 100 Stufen erreicht und ist als Plattform vom 25 qm ausgebildet. Die einzelnen Stufen sind 5 m breit, 0,2 m hoch und 0,4 m tief. Die Trittfläche jeder Stufe ist mit einer Kontaktmatte belegt. Bei Belastung dieser Kontaktmatten wird über ein System von Verstärkern, Transistoren und Lautstrechern pro Stufe ein bestimmter Ton produziert. Auf- und Abwärtsbewegungen der Spieler erzeugen Tonfolgen. Ruhestellung, wie Sitzen oder Stehen, ergeben anhaltende gleichförmige Töne. Die enststehenden Tonfolgen oder Kompositionen gelten als Documentahymne und werden mittels Sendeanlagen an verschiedenen Punkten der Stadt Kassel hörbar.

In einer Weiterentwicklung, dem <Big Piano> wurde der obere Endpunkt der Treppe durch eine künstliche Wolke verdeckt.

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